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Region
AT122 Niederösterreich-Süd
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AT223 Östliche Obersteiermark
Branche
Porr Austriarail GmbH (Bauzüge)
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Rhomberg Bahntechnik GmbH (Bahnbau)
Wirtschaftsimpulse für die heimische Wirtschaft

Bahnausbau in Österreich schafft und sichert rd. 200.000 Jahres-Arbeitsplätze in der Bauphase in Österreich bis 2032

[Presseaussendung]
von A.D.

Fortschritt beim Semmering-Basistunnel: Technische Tunnelausrüstung voll im Gange, Inbetriebnahme Ende 2029 schafft gewaltige positive Effekte für Österreich und die Fahrgäste.

Die ÖBB ist mit ihrer Bautätigkeit ein wichtiger und stabilisierender Faktor für die heimische Bauwirtschaft. Allein in der kommenden Rahmenplanperiode von 2027 bis 2032 werden rund 19,5 Milliarden Euro investiert – für die Bahn von morgen.

ÖBB-Geschäftsbereichsleiter Franz Hammerschmid: „Als Jobmotor schaffen wir wertvolle Arbeitsplätze und stützen damit auch die heimische Wirtschaft. Mehr als zwei Drittel der Aufträge gehen an kleine und mittlere Unternehmen. Damit stärken die ÖBB die heimische Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit und sind zentraler Pfeiler des Wirtschaftsstandortes Österreich. Denn diese Investitionen wirken weit über den Bahnbau hinaus.“

In Österreich werden dadurch von 2027 bis 2032 rund 200.000 Jahres-Arbeitsplätze allein in der Bauphase geschaffen oder gesichert.

Am Beispiel des Semmering-Basistunnels zeigt sich das sehr gut. Für die Fahrgäste bringt der neue Tunnel eine 30 min kürzere Fahrzeit und mehr Komfort auf der Fahrt von und in den Süden mit bis zu 230 km/h Geschwindigkeit ab Dezember 2029. Auch der Güterverkehr profitiert entlang des so wichtigen EU-Korridors Ostsee-Adria von dem Bau, der gemeinsam mit der Koralmbahn auf der Südstrecke Wien – Villach einen Flachbahncharakter herstellt, womit auch schwere Güterzüge nicht mehr mit zwei Loks gezogen werden müssen.

Bereits in der Bauphase schaffen die rund 4,2 Mrd. Ꞓ an Investitionen beträchtliche Wirtschaftsimpulse, besonders für die heimische Wirtschaft. 1.200 Menschen sind im Schnitt in der Bauphase direkt am Tunnel beschäftigt. Rund 11.000 nachhaltige Arbeitsplätze (Quelle: Gesamtwirtschaftliche Bewertung Semmering-Basistunnel neu) werden dann in der Betriebsphase geschaffen.

Gerhard Gobiet, ÖBB-Projektleiter Semmering-Basistunnel: „Gemeinsam mit unseren Partnern nähern wir uns dem historischen Meilenstein, der Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels. Die Arbeiten an der technischen Tunnelausrüstung schreiten sehr gut voran, und im Dezember 2029 werden die Fahrgäste dann die neue Strecke nutzen können.“

Die ARGE Rhomberg Sersa Rail Group und PORR hat sich bei der Vergabe der Aufträge für die Technische Tunnelausrüstung im Semmering-Basistunnel durchgesetzt. Die ARGE setzt die Ausstattung des Tunnels mit Telekommunikation, Hochspannungsanlagen, Verteilern, Beleuchtung und Fluchtwegkennzeichnung sowie maschinellen Anlagen für Klimatisierung, Belüftung und Löschwasser um. Außerdem werden 55 Kilometer Feste Fahrbahn (Grundlage für die Gleisanlagen), Anschlussarbeiten, Lärmschutz-, Unter- und Stahlbau sowie Erd-, Beton- und Deckenarbeiten und Weichen und Schotteroberbau bei den beiden Portalen im Westen und im Osten umgesetzt.

Auf steirischer Seite arbeitet die ARGE Rhomberg Sersa Rail Group und PORR mit 19 lokalen Unternehmen als Zulieferer zusammen, unter anderem für Baustoffe, Fahrzeugzubehör, Transport- und Mietgeräte, Stahlbau, Beton, KFZ- und Sicherungstechnik oder Lebensmittel. 120 Personen – gewerbliches Personal sowie Angestellte – sind aktuell dauerhaft in der Nähe des Portals Mürzzuschlag untergebracht, wo sie – auch in der Nebensaison – unter anderem Gasthöfe, Restaurants und Freizeitangebote nutzen. Mitte 2027 werden sich die Arbeiten der ARGE zunehmend ans Portal Gloggnitz und damit auf die niederösterreichische Seite verlagern, wenn dort die Vorbereitungsarbeiten starten. In Spitzenzeiten werden in Summe rund 400 Mitarbeitende auf beiden Seiten des Semmerings beschäftigt sein, wovon ca. 10 bis 15 Prozent aus dem Nahbereich des Projektes kommen – der Semmering-Basistunnel schafft also auch Arbeitsplätze direkt vor Ort.

Gernot Gassner, Geschäftsführer des Projektgeschäfts der RSRG: „Es erfüllt uns mit großer Freude, unseren Beitrag zur erfolgreichen Inbetriebnahme dieses Herzstücks der Eisenbahninfrastruktur des EU-Korridors Ostsee-Adria und damit der Steigerung der österreichischen Wirtschaftskraft leisten zu dürfen. Vom Semmering-Basistunnel profitiert die Bevölkerung rund um die beiden Portale ebenso wie die in Niederösterreich, der Steiermark, Österreich und ganz Europa.“

Johannes Fürst, PORR Abteilungsleiter Bahn- und Ingenieurbau: „Nach der erfolgreichen und termingerechten Fertigstellung unserer Arbeiten am Koralmtunnel freut es uns sehr, mit dem Innenausbau des Semmering-Basistunnels einen weiteren Beitrag zum Ausbau der Südbahn leisten zu dürfen. Die Einbindung regionaler Unternehmen ist uns ein besonderes Anliegen: Mit ihrer Kompetenz tragen sie wesentlich zur Umsetzung der Arbeiten bei.“

Ein wichtiger Partner der ÖBB, auch beim Bau des Semmering-Basistunnels, ist Siemens Österreich.

Alexander Schäffer, Projektleiter bei Siemens Österreich: „Die SICAM A8000 Leittechnik-Steuerschränke steuern und denken für den Tunnel. Eingebunden in die Leittechnik sind unter anderem die Stromversorgung, Beleuchtung des Fahrtunnels, der Querschläge und die Fluchtwegorientierungsleuchten. Ihre besondere Stärke liegt in der Fähigkeit zur zentralen und dezentralen Steuerung über ein Bedienpanel vor Ort.“

Siemens liefert für den Semmering-Basistunnel die umfassende Leit- und Fernwirktechnik, Automatisierung und Schutztechnik. Dabei bilden 69 Leittechnik-Steuerschränke des Typs SICAM A8000 das zentrale Nervensystem des Tunnels, das 56 Querschläge automatisiert und rund 25.000 Hardwaresignale integriert. Die Leittechnik gewährleistet mit zentraler und dezentraler Steuerung maximale Effizienz und Sicherheit für alle integrierten Systeme wie Stromversorgung und Lüftung. Die verbaute 24kV-blueGIS-Schaltanlage sichert als erste F-Gas-freie Schaltanlage in einem österreichischen Tunnel umweltschonend die Mittelspannungs-Stromverteilung. Zusammen mit dem SIPROTEC 5 Schutzrelais und den Leitrechnern werden so komplexe technische Systeme transparent überwacht, um Störungen frühzeitig zu erkennen und Prozesse effizient zu steuern.

Überblick und Ausblick Projekt Semmering-Basistunnel

Nach dem historischen Meilenstein Ende 2024, dem finalen Durchschlag und Abschluss aller Tunnelvortriebe, laufen derzeit im Tunnel jetzt vor allem die Arbeiten an der technischen Tunnelausrüstung sowie letzte Arbeiten an der Beton-Innenschale im Abschnitt Gloggnitz und letzte Arbeiten im Bereich der Schächte in der Nothaltestelle im Fröschnitzgraben.

Seit Sommer 2025 liegt der Schwerpunkt der Arbeiten ganz auf der technischen Tunnelausrüstung der zwei Röhren. Sie werden mit allen für den Bahnbetrieb notwendigen technischen Anlagen ausgestattet; also den Gleisanlagen, Leitungen und technischen Anlagen. Aufgrund der gewaltigen Dimensionen des Tunnels sind dafür über drei Jahre notwendig, bis dann die Züge Ende 2029 durch den Tunnel fahren können. Von den bahntechnischen Anlagen (ausgenommen der Gleisanlagen und Stromschiene) sind schon nahezu die Hälfte der Einbauten abgeschlossen.

Zahlen technische Tunnelausrüstung (gesamt)

  • Rd. 1000 km Kabel werden im Tunnel verlegt, die Distanz von Wien – Paris

  • Über 3200 Stk Lampen werden verbaut

  • 55 km Länge beleuchteter Handlauf

  • Rd. 13.500 Stück Beschilderungs-Tafeln werden eingebaut

  • Rd. 10.600 Stück Gleistragplatten (Länge je 5 m)

Über die PORR

Innovationskraft für Spitzenleistungen – dafür steht die PORR seit mehr als 155 Jahren. Sie ist mit 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Produktionsleistung von rund EUR 6,8 Mrd. (Geschäftsjahr 2025) eines der größten österreichischen Bauunternehmen und gehört zu den Top-Playern in Europa. Als Full-Service-Providerin bietet die PORR alle Leistungen im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Fokus liegt auf den Heimmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien sowie ausgewählten Projektmärkten. Die PORR Aktie ist im prime market Segment der Wiener Börse gelistet. Als einer der ältesten durchgehend gehandelten Titel ist sie zudem im österreichischen Leitindex ATX vertreten und zählt damit zu den 20 liquidesten Unternehmen am österreichischen Kapitalmarkt (ISIN: AT0000609607).

Über die Rhomberg Sersa Rail Group

Die Rhomberg Sersa Rail Group entstand 2012 aus dem Zusammenschluss der Schweizer Sersa Group mit der österreichischen Rhomberg Bahntechnik. Seitdem hat sich das Bahntechnik-Unternehmen zu einem internationalen Komplettanbieter weiterentwickelt, der über ein nahezu lückenloses Leistungsspektrum in den Bereichen Bahnbau, Ausrüstung und Service verfügt. Zu den Kunden zählen Nah- und Fernverkehrsbahnen, Güterverkehrsstrecken sowie private Infrastrukturen.

Die Rhomberg Sersa Rail Group verfolgt die Vision, die Bahn als führende Mobilitätslösung der Zukunft zu etablieren. Dafür setzt sie auf die Chancen technologischer Entwicklungen und der Digitalisierung sowie auf Partnerschaften.

Das Unternehmen beschäftigt rund 3 100 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Gruppe in neun Ländern auf drei Kontinenten (Europa, Australien, Nordamerika) eine Betriebsleistung von rund 898 Millionen Euro.

Pressemeldung clavis Kommunikationsberatung GmbH