Salzburger Obusse helfen bei der Bekämpfung des Corona-Virus - Teil 2
Salzburger Obusse helfen bei der Bekämpfung des Corona-Virus, indem sie die Mobilität aller wichtigen Menschen weitgehend aufrechterhalten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Ein Bilderbogen von Gunter Mackinger.
Text und Fotos: Gunter Mackinger 27. März 2020
Obus Salzburg
Obus 410 (Hess / ABB, 2019) auf Linie 4 erreicht den zentralen Oberleitungsbusbahnhof am Hanuschplatz
Obus Salzburg
Obus 404 (Hess / ABB, 2019) auf der Linie 9 über die Staatsbrücke, gesehen durch den Rathaus-Torbogen, der zwischen 1909 und 1940 von Straßenbahnen und zwischen 1944 und 1952 von Obussen genutzt wurde
Obus Salzburg
Fototermin Obus Salzburg verschiedene Motive Gunter Mackinger
Obus Salzburg in der historischen Altstadt
Salzburger Obusse helfen bei der Bekämpfung des Corona-Virus, indem sie die Mobilität aller wichtigen Menschen weitgehend aufrechterhalten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten.
Seit dem 18. März 2020 gibt es starke Bewegungseinschränkungen Menschen dürfen nur für wirklich notwendige Dinge aus dem Haus gehen, alle Schulen, Universitäten, Büros, Fabriken sind geschlossen. Seit diesem Tag verkehren alle Salzburger Obuslinien auch montags bis freitags mit dem Samstagsfahrplan, die Haustüren sind geschlossen und die Fahrer verkaufen keine Fahrkarten mehr.
Obusse in Salzburgs historischer Altstadt, dem Weltkulturerbe
Obus Salzburg
Obus 327 (Solaris / Cegelec, 2012) auf der Linie 10 am Rudolfsplatz
Obus Salzburg
Obus 406 (Hess / ABB, 2019) auf Linie 8 und Obus 332 (Solaris / Cegelec, 2014) auf Linie 6 nebeneinander auf Rudolfskai
Obus Salzburg
Obus 355 (Solaris / Cegelec, 2016) in Linie 8 mit vollständiger Werbung vor dem 1885 erbauten Künsterhaus.
Auf der zentralen Verkehrsdrehscheibe Rudolfsplatz zwischen Landesgericht und Künstlerhaus sind ständig Obusse zu sehen.
Ab dem 30. März 2020 sieht der Zeitplan weitere Kürzungen vor, da das öffentliche Leben immer kürzer wird. Ab diesem Tag fahren Obusse den ganzen Tag nur noch alle halbe Stunde, die Linien 12 und 14 verkehren gar nicht. Anstelle von 95 Oberleitungsbussen, die in Salzburg an normalen Schultagen benötigt werden, werden in diesem "Kriegszeit" -Verfahren nur 33 Oberleitungsbusse benötigt. Es ist seltsam, leere Obusse auf leeren Straßen in einer leeren Stadt zu sehen! Die öffentliche Mobilität mit Obussen gibt den Salzburger Bürgern jedoch ein Gefühl der Normalität, und es besteht keine Hoffnung, dass die Beschränkungen bald enden können.
Obus Salzburg
Der Obus 329 (Solaris / Cegelec, 2012) der Linie 3 erreicht die Staatsbrücke über die Schwarzstraße in leeren Straßen.
Obus Salzburg
Obus 339 (Solaris / Cegelec, 2015) der Linie 6 in Giselakai - im Hintergrund die mittelalterlichen Häuser der Steingasse am Fuße des Kapuzinerberges.
Obus Salzburg
Der Obus 302 (Solaris / Cegelec, 2009) in Linie 3 wartet auf die Verbindung von Linie 7 mit dem Trollebus 343 (Solaris / Cegelec, 2015) bei Äusserer Stein; Bis 1953 befand sich an derselben Stelle ein Bahnhof der Salzburger Lokalbahn.
Im Bereich Staatsbrücke, Imbergstraße und Äußerem Stein gab es bis 1953 die Gleise der Salzburger Lokalbahn. Als die "Salzburger Localbahn" als Dampftramway, ab 1886, hier gefahren ist, war das noch keine Straße, sondern ein reiner Gleiskörper!
Obus Salzburg
Der Obus 327 (Solaris / Cegelec, 2012) der Linie 8 fährt am schmalen Torbogen von Gstättentor vorbei, der vor 1300 gebaut wurde.
Obus Salzburg
Obus 402 (Hess / ABB, 2019) auf der Linie 1 am Herbert von Karajan Platz vor dem berühmten Pferdebrunnen von 1695, im Hintergrund die Felsen des Mönchsbergs.
Obus Salzburg
Obus 283 (VanHool / Kiepe, 2005), der auf der Linie 10 durch den 1765 erbauten 131-Meter-Mönchsberg-Tunnel fährt - bis 1940 von Straßenbahnen und seitdem von Obussen genutzt.
Im Festspielbezirk bei der Pferdeschwemme befindet sich eines der ältesten Verkehrsbauten Europas, dem sog. "Neutor" oder "Siegmundstor", ein 131 Meter langer Tunnel, der 1765 in Betrieb ging. Seit 1916 findet hier Elektromobilität statt. Zuerst fuhr hier die "Salzburger Stadtbahn", die "Gelbe Elektrische", eine Straßenbahn, die 1940 vom Salzburger Obus abgelöst wurde. Links das "Gstättentor", auch "Feichtnertor", Mitte Obus vor der Pferdeschwemme, Rechts Neutor Richtung Riedenburg.
Obus Salzburg
Oberleitungsbus 404 (Hess / ABB, 2019) auf Linie 9 bei Hans-Schmid-Platz. An diesem Platz startete 1940 die erste Oberleitungsbuslinie.
Obus Salzburg
Obus 359 (Solaris / Cegelec, 2016) fährt über die Karolinenbrücke mit der Salzburger Festung im Hintergrund.
Obus Salzburg
Obus 331 (Solaris / Cegelec, 2013) auf Linie 1 verlässt Sigmundstor - einen 1766 erbauten Tunnel
Der Salzburger Obus ist aus der Weltkulturerbestadt Salzburg nicht mehr wegzudecken. In Zeiten von Klimawandel und Umweltschutz ist dieses Verkehrssystem zukunftsweisend.